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Verlängerung der Lebensarbeitszeit – Rente mit 67

serdaVon Dieter Maaß, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Vorstandes der SPD Röhlinghausen.

Die Notwendigkeit für die Verlängerung der Lebensarbeitszeit hauptsächlich mit der demografischen Entwicklung zu begründen, reicht nicht.

In unserer sozialdemokratischen Betrachtungsweise fehlt eine stärkere Bewertung des Produktivitätsfortschritts. Diesen Produktivitätsfortschritt haben wir nicht nur in der Erzeugung industrieller Güter. Wir haben sie auch in der Nahrungsmittelherstellung. Bereits in der Gegenwart produzieren wir weit mehr als benötigt wird, um alle Menschen dieser Welt satt zu machen. Dass trotzdem viele hungern, bzw. verhungern müssen, liegt an der ungerechten Verteilung der Nahrungsmittel. Daran tragen die Industriestaaten große Mitschuld.

Wir haben Produktionssteigerungen im Bereich der Dienstleistungen. Immer mehr Automaten, rechnergesteuert bieten sie an. Serviceleistungen bei Banken, Reiseveranstaltern, in der Logistik usw. sind Beispiele dafür.
Finanzmathematiker erklären uns sogar, dass Finanzprodukte eine Produktivitätssteigerung haben. Auf dem „Finanzmarkt“ muss ein Kredit nur mehrfach verkauft werden.

All dies verdrängt Arbeitsplätze. Gleichwohl ist die demografische Entwicklung so wie sie ist. Immer weniger Beitragszahler müssen für mehr Rentner/innen, die länger leben, die finanziellen Leistungen erbringen. Wir Sozialdemokraten sollten für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit folgende Kriterien festlegen:
Die Jahre der Versicherungszeiten. Auch für unverschuldete Arbeitslosigkeit müssen Beiträge entrichtet werden.

Welche Arbeiten haben Arbeitnehmer/innen verrichtet, z.B. Schichtarbeit - welche körperlichen und physischen Anstrengungen waren er/sie ausgesetzt?
Ein umlagefinanziertes Rentenversicherungssystem, in das alle Arbeitnehmer/innen, Freiberufler, Beamte und Selbständige einzahlen.
Die zu verrichtende Arbeit muss altersgerecht gestaltet werden.

Für uns Sozialdemokraten bedeutet das:
Vorschläge zu entwickeln, die an diesen Kriterien ausgerichtet sind. Gelingt uns dies, wird die Unsicherheit der Menschen über die negativen sozialen Folgen der demografischen Entwicklung aufgehoben.

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