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Auch Röhlinghausen von demographischer Entwicklung bedroht

Am 17.03. lud die SPD Röhlinghausen zum Thema "Zukunft Röhlinghausen - Mehr Alte, weniger Junge: Konsequenzen für die Bildungsstrukturen in Herne und Röhlinghausen" ins Volkshaus Röhlinghausen ein.

Zuerst referierte Herr Overath, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadt Herne. Er verdeutlichte in seinem Vortrag die ernste Lage, in der sich Deutschland, aber auch die Stadt Herne durch die voranschreitende demographische Entwicklung befinden.

Herne verfügt heute über eine Einwohnerzahl von 159.231. Im Jahr 1975 waren es noch 190.000. Dieser Trend setzt sich in den kommenden Jahren fort. Daran sei kaum etwas zu machen, machte Overath deutlich. Der Bevölkerungsschwund sei einerseits durch den Wegzug von Menschen, hauptsächlich allerdings durch die niedrigen Geburtenraten der geburtenstarken Jahrgänge nach dem Krieg und der folgenden Generation verursacht. Das Resultat ist eine Überalterung der Bevölkerung. Und im Stadtbezirk Eickel, zu dem auch Röhlinghausen gehört, ist der Anteil der ältesten Bewohner an der Gesamtbevölkerung am höchsten.

Auf der anderen Seite zeichnet sich seit Jahren mittlerweile ein dramatischer Verlust an Kindern ab. Der Stadtteil Röhlinghausen ist in drei Bereiche eingeteilt: Röhlinghausen Zentrum wird dabei von Bereich Pluto im Norden und dem Bereich Königsgrube im Süden eingeschlossen. Während 1995 noch 117 3-6-jährige im Bereich Pluto lebten, waren es 2010 nur noch 66. In Röhlinghausen Zentrum lebten 2001 noch 308 Kinder dieses Alters. Im Bereich Königsgrube ging die Zahl von 139 auf 69 zurück.

Das hat auch Konsequenzen für die Bildungsstrukturen im Stadtteil. Wie bereits den Zeitungen zu entnehmen war. Wird diesem Trend die Görres-Schule zum Opfer fallen. Wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist, berichtete dann die Dezernentin für Schule und Weiterbildung der Stadt Herne, Frau Thierhoff. Sie kam direkt aus der Schulausschusssitzung, in der über eben das Schulentwicklungskonzept abgestimmt wurde, welches die Schließung der Görres-Schule vorsieht.

Die Entscheidung, welche Schulen in den 4 Stadtbezirken geschlossen werden müssen, wurde über Monate hinweg in einem interfraktionellen Arbeitskreis des Stadtrates beraten, in dessen Verlauf die Schulen regelmäßig auf dem neuesten Stand gehalten wurden. Neben dem dramatischen Schülerverlust, den die Görres-Schule in den letzten Jahren erlitt, war auch das Nicht-Vorhanden-Sein von Offenem Ganztag - auch schlicht OGS genannt - ausschlaggebend gewesen. Außerdem sei die Verkehrsanbindung innerhalb Röhlinghausens berücksichtigt worden, welche zum Beispiel per Bus ein sicheres Erreichen der Südschule aus allen Bereichen des Stadtteils Röhlinghausen gewährleiste. Kein Kind müsse in Röhlinghausen trotz Schulschließung ähnlich lange Wege zur Schule in Kauf nehmen, wie es auf dem Land der Fall ist. Sowohl die Dezernentin als auch die Stadtverordnete von Röhlinghausen, Manuela Lukas, als auch direkt in den Prozess involvierten Schulpolitikerinnen der SPD, Birgit Klemczak und Michelle Münterfering versicherten, dass die Entscheidung zu Schulschließungen nicht einfach gefallen sei. Man sei sich der Konsequenzen für die SchülerInnen und Eltern sehr bewusst. Das sollte auch die Offenheit der Arbeit des interfraktionellen Arbeitskreises mit seiner ständigen Kommunikation mit den Schulen zum Ausdruck bringen. Man werde nun weiter den Kontakt zu den betroffenen Schulen suchen.

 

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